Zentrum für Erlebnispädagogik und Umweltbildung

Sportbootausbildung

Als maritime Jugendbildungsstätte engagieren wir uns für die Ausbildung und Förderung junger Skipperinnen und Skipper. Im Frühjahr und Herbst bieten wir praxisnahe Sportbootkurse für den Sportbootführerschein See (SBF See), den Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) sowie nach Absprache den Sportküstenschifferschein (SKS) an. Darüber hinaus kannst du bei uns auch die Funkscheine UBI und SRC erwerben. Dieses Ausbildungsangebot wird nicht nur von Wassersportbegeisterten, sondern auch von unseren ehrenamtlichen Skipperinnen und Skippern gerne genutzt.

SportBootführerschein See
Kurz gesagt: Mit dem Sportbootführerschein (SBF) See darfst du Sportboote mit mehr als 15 PS auf See-Schifffahrtsstraßen führen. Dazu zählen Küstengewässer, offene Meere sowie der Bereich bis zu drei Seemeilen von der Küste entfernt – die sogenannte 3-Seemeilen-Zone.
Außerhalb dieser Zone ist kein Führerschein vorgeschrieben, was dir theoretisch sogar längere Seereisen ermöglicht – vorausgesetzt, du bist gut vorbereitet. Ob du entspannt entlang der Küste fahren oder eine Segelyacht steuern möchtest: Der SBF See eröffnet dir viele Möglichkeiten auf dem Wasser!
Sportbootführerschein Binnen
Wofür du den SBF Binnen brauchst
Wie der Name schon andeutet, gilt der Sportbootführerschein (SBF) Binnen für alle Binnengewässer, also Flüsse und Seen. Mit ihm darfst du Boote bis zu einer Länge von 20 Metern führen. Dabei spielt es keine große Rolle, um welche Art von Boot es sich handelt – neben klassischen Motorbooten sind auch Segelboote, Hausboote und sogar Jetskis erlaubt.
Ein Blick in die offiziellen Bestimmungen zeigt, dass der SBF Binnen für Sportboote mit einem Verbrennungsmotor über 15 PS oder einem Elektromotor mit mehr als 10,2 PS erforderlich ist. Das liegt daran, dass auf vielen Gewässern in Deutschland Boote mit geringerer Leistung (auf dem Rhein sogar nur bis 5 PS) auch ohne Führerschein gefahren werden dürfen.
Wer jedoch regelmäßig und verantwortungsvoll auf Flüssen oder Seen unterwegs sein möchte, sollte auf den Sportbootführerschein Binnen nicht verzichten
Seefunk Short Range Certificate (SRC)
Wofür du das SRC brauchst
Das SRC (Short Range Certificate) ist das passende Funkzeugnis für Motorbootfahrer und Segler, die an der Küste oder auf dem offenen Meer ein Boot mit Funkanlage betreiben möchten. Es ist international anerkannt und trägt den Bundesadler – weitere Funkzeugnisse sind in diesen Revieren in der Regel nicht erforderlich.
Sobald ein Boot mit einem Funkgerät ausgestattet ist, ist ein entsprechender Funkschein Pflicht – auf See weltweit das SRC.
Vor allem größere Boote, auf denen man mehrere Tage unterwegs sein oder sogar wohnen kann, verfügen häufig über eine Funkanlage. Auch viele Charterboote sind standardmäßig damit ausgerüstet. Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften können in diesem Bereich deutlich sanktioniert werden.
BinnenFunk UBI
Wofür du das UBI brauchst
Das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI) berechtigt dich dazu, UKW-Funkanlagen auf Binnengewässern zu bedienen. Es ist international gültig und gilt lebenslang auf allen Binnenschifffahrtsstraßen.
Doch wann ist das UBI eigentlich erforderlich und wie läuft die Ausbildung ab? Hier bekommst du die wichtigsten Antworten.
Grundsätzlich gilt: Sobald ein Sportboot mit einer UKW-Sprechfunkanlage ausgestattet ist, muss sich mindestens eine Person an Bord befinden, die im Besitz des UBI ist. Diese Person darf die Funkanlage selbst bedienen oder andere dabei anleiten und beaufsichtigen.
Fachkundenachweis für Seenotsignalmittel
Wofür du den Pyroschein FKN brauchst
Der Pyroschein Fachkundenachweis für Seenotsignalmittel (FKN) bestätigt, dass du Seenotsignalmittel sicher handhaben kannst. Mit diesem Fachkundenachweis bist du berechtigt, pyrotechnische Seenotsignalmittel der Kategorie P2 zu kaufen, zu lagern und auf Wasserfahrzeugen mitzuführen. Dazu gehören unter anderem Signalraketen, Fallschirmsignalraketen sowie bestimmte Handfackeln und Rauchsignale.
Grundsätzlich darf jeder solche Signale in einer echten Notsituation einsetzen, um Hilfe zu rufen – nicht nur Inhaber des FKN.
Ohne das nötige Wissen darüber, welche Signale wann eingesetzt werden und wie sie korrekt zu handhaben sind, kann eine ohnehin kritische Lage jedoch schnell noch gefährlicher werden.
Im Online-Kurs lernst du, welche Seenotsignale es gibt, wann sie eingesetzt werden und vor allem, wie du sie sicher verwendest. Denn eine unsachgemäß abgefeuerte Signalrakete kann im Ernstfall zusätzliche Risiken mit sich bringen
Sport-Küsten-Schifferschein (SKS) nur auf anfrage
Was ist der SKS und wofür brauchst du ihn?
Der Sportküstenschifferschein (SKS) ist ein amtlicher Bootsführerschein für Segler und Motorbootfahrer. Viele Vercharterer verlangen ihn als Nachweis deiner Befähigung. Der SKS gilt für Küstengewässer innerhalb der 12-Seemeilen-Zone und baut inhaltlich auf dem Sportbootführerschein See (SBF See) auf.
Um in Küstenrevieren ein Boot mit mehr als 15 PS zu führen, ist zunächst der SBF See erforderlich. Dieser gilt jedoch im Grunde als Motorbootführerschein, da segelspezifisches Wissen weder umfassend vermittelt noch geprüft wird. Die Ausbildung besteht überwiegend aus Theorie und beinhaltet nur einen vergleichsweise kleinen Praxisanteil.
Beim SKS liegt der Schwerpunkt hingegen klar auf der Praxis und der Anwendung von Segelkenntnissen. Für die Prüfung werden bereits Erfahrungen im Umgang mit Segelyachten vorausgesetzt. Dazu gehört unter anderem der Nachweis von 300 gesegelten Seemeilen im Küstenbereich.
Sowohl die Ausbildung als auch die theoretische und praktische Prüfung sind deutlich segelorientiert und beinhalten entsprechende Inhalte und Aufgaben.